Biogas Innovationskongress 2016
Biogas-Innovationskongress 2014 in der Dt.. Bundesstiftung Umwelt
http://www.messen-profair.de/biogas-innovationskongress/index.html

© 2017 Biogas Innovationskongress 2016

Kongress 2018

Nächster Termin:  29. - 30. Mai 2018

Nach großartiger Jubiläums-veranstaltung.
Im Jahr 2018 findet der Biogas-Innovationskongress bereits zum 11. Mal statt.

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Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft

Der Preis für die Kategorie Wissenschaft ist mit einer Dotation von 10.000 Euro versehen.

Wir danken der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die den Kongress seit Jahren konstruktiv begleitet und das Preisgeld zur Verfügung stellt.

Nächster Termin steht:

11. Biogas-Innovationskongress

29. - 30. Mai 2018

10. Biogas-Innovationskongress in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt - Die Preisträger

von links: Mathias Stur (DBFZ), Horst Seide (Präsident Fachverband Biogas e.V.), Matthias Wackerbauer (MWK Bionik)

 

Vergabe der Biogas-Innovationspreise der Deutschen Landwirtschaft 2017.

Traditionell werden jedes Jahr anlässlich des Biogas-Innovationskongresses in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück, die Biogasinnovationspreise der Deutschen Landwirtschaft in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft verliehen.

Mathias Stur vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig ist der Biogas-Innovationspreisträger der Kategorie Wissenschaft 2017. Aus den Händen vdes Präsidenten des Fachverbandes Biogas e.V., Horst Seide, erhielt er den mit 10.000 € dotierten Wissenschaftspreis für seine Arbeiten zum Thema "Entwicklung von technischen Maßnahmen zur Verbesserung des Gasmanagements von Biogasanlegan".

In diesem Zusammenhang stellte Stur das Forschungsvorhaben ManBio vor. Am Ende seines sehr komplexen Vortrags erläuterte Stur, das festgestellt werden kann, dass durch eine Analyse der technischen Gegebenheiten, einer individuellen Bestandsaufnahme des Anlagenbetriebes und der Ableitung geeigneter Maßnahmen bereits ohne Zuhilfenahme von Zusatzkomponenten Verbesserungen des Gasmanagements erzielt werden können.

Den Biogas-Innovationspreis im Bereich Wirtschaft 2017 erhielt Matthias Wackerbauer von der MWK Bionik GmbH. Seine Entwicklung befasst sich mit der "Entwicklung von Biotreibstoffen aus Stroh und anderen ligninhaltigen Einsatzstoffen.

Wackerbauer zur Problemstellung: "Die pflanzliche Pathogenabwehr verfolgt zwei Strategien, um auf Umwelteinwirkungen zu reagieren, die Abwehr über induzierte Mechanismen und den Schutz über präformierte, dauerhafte Schutzfunktionen. Hierbei entsteht eine mechanische Barriere durch die Einlagerung von Lignin in die Zellwände noch junger Pflanzentriebe, wodurch eine Verholzung des Mantels eintritt.

Die makromolekulare Struktur von Lignin ist entweder über Sauerstoffbrücken oder über direkte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Verbindungen ausgebildet. Diese stellen ein zusätzliches Potenzial für die Energiegewinnung dar. Um an den im Ligninmantel von Cellulose gebundenen Kohlenstoff und die Kohlenhydrate (Hemicellulosen) zu gelangen, müssen die Ligninschichten aufgebrochen werden. Abhängig vom pH-Wert und den unterschiedlichen Bindungstypen der nativen Lignine ist jeder Aufschluss durch verschiedene Anforderungen an die Prozessparameter gekennzeichnet.

Die bekannten Verfahren wie Sulfit- und Sulfat-Aufschluss, oder auch die Spaltung von Cellulose zu Glucose mittels saurer Hydrolyse benötigen, im Vergleich zum Nutzen der Verfahren, unverhältnismäßig hohe Energieeinträge bzw. sind auch bei den Zusatzstoffen kostenintensiv (Enzyme).

Ein weiterer Anspruch an Verfahren zur Aufbereitung von Cellulose besteht darin, zur Gänze oder zumindest zu einem Großteil, die Oberflächen von Halmgut für einen Aufschluss nutzen zu können. Dabei ist zu berücksichtigen, daß etwa 74% der massebezogenen Oberfläche von z.B. Roggenstroh alleine der Mantelfläche zuzurechnen sind.

Hierzu stellte Wackerbauer fest, dass ein Aufschluss von Lignin großtechnisch machbar ist, wenn eine Kombination von Technologien zur Anwendung kommt. Entscheidend ist dabei die gezielte Förderung Biologischer, Mechanischer und Thermokatalytischer Prozesse, sowie deren anlagentechnische Umsetzung.

Die Jury schloss sich der Bewertung von Wackerbauer an, dass für die hoch entwickelte deutsche Biogas-Technologie das BMT System® das Potenzial hat, auch den internationalen Markt zur Vergärung von ligninhaltigen Reststoffen aus der Landwirtschaft zu bedienen. Global betrachtet stehen große Mengen an landwirtschaftlichen Nebenprodukten und Abfallstoffen zur Verfügung. Das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum (DBFZ) schätzt das Potenzial an Stroh, welches nachhaltig energetisch verwertet werden kann, allein für Deutschland auf 8-13 Mio. Tonnen. In Osteuropa wird das nutzbare Potenzial von Stroh mit 240 Mio. Tonnen geschätzt. Anders als beim Anbau von reinen Energiepflanzen stellt die energetische Nutzung von Stroh keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion dar.

Das „Tank-Teller Problem“ von Biogasanlagen wird dadurch entschärft, da die gesamte Pflanze über das Getreidekorn zur Nahrungsmittelproduktion beiträgt und das verbleibende Stroh zur Gewinnung von Bio-Energie genutzt werden kann.

Da die Gärrückstände auf die landwirtschaftlichen Böden ausgebracht werden können, treten auch nur geringe Nährstoffverluste auf. Das BMT System® bietet eine umfassende Lösung zur Entsorgung von Gülle und Gärresten.

Der gesamte Tagungsband 2017 mit ausführlichen Beschreibungen aller präsentierten Innovationen kann ab sofort bestellt werden. Hier geht`s zur Bestellung.

Kommen Sie 2018 zum 11. Biogas-Innovationskongress nach Osnabrück:

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So war`s 2017

 

 

Traditionell eröffnet Harald Wedemeyer (Foto) vom Landvolk Niedersachsen den jährlichen Biogas-Innovationskongress.  

2017 konnte Wedemeyer erstmals den Vorsitzenden des Bundesverbandes BioEnergie, Artur Auernhammer, MdB, in Osnabrück begrüßen. In seinem ausführlichen Grußwort stellte  Auernhammer den Zusammenhang von 10 Jahre Biogas-Innovationskongress mit 10 Jahren Professionalisierung her.

 

 

 

 

 

 

 

 


Der gesamte Vormitteg des Kongresses stand im Fokus von den Optionen für Biogas als Energieträger der Zukunft, zu denen Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der DBU, Stellung bezog. Danach hielt Prof. Dr. Michael Nelles, Geschäftsführer des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) seinen mit Spannung erwarteten Vortrag: Biogasanlagen in Deutschland - Wo stehen wir? Wie geht es weiter?